Furios begann die Partie beim SCA, denn bereits nach fünf Minuten stand es 1:1. Die Platzherren wirbelten vom Anpfiff weg und hatten gegen eine etwas unsortierte Greuther Abwehr bereits nach zwei Minuten eine Doppelchance, die aber noch nichts einbrachte. Besser machte es eine Minute später Dominik Leuner, der nach einem Solo von Johannes Götz auf dem linken Flügel bedient wurde und Armin Backert mit einem Schuss ins lange Eck keine Chance ließ. Doch der TSV schlug zurück. Nach einer Ecke in der fünften Minute brachten die Adelsdorfer den Ball nicht richtig aus der Gefahrenzone, Christian Hack fasste sich ein Herz, nahm einen Abpraller direkt und versenkte den Ball aus über 20 Metern unhaltbar im Winkel. Nach dieser turbulenten Phase beruhigte sich das Spiel etwas, die besseren Chancen hatten dann zunächst die Gäste. Heiko Geyer verfehlte in der 7. Min. mit einem Kopfball aus zwölf Metern das Tor nur knapp, nach einer guten Viertelstunde zwang er Markus Hausmann erneut mit einem Kopfball zu einer Glanzparade. Doch nach und nach erarbeiteten sich die Adelsdorfer ein Übergewicht im Mittelfeld, auch weil Greuth zu wenig Druck ausübte. Die technisch versierten und agilen SCA-Spitzen Götz und Leuner strahlten immer wieder Gefahr aus, die beste Gelegenheit hatte allerdings Markus Willert, dessen Freistoß Backert in der 20. Min. gerade noch über die Latte lenken konnte. In der 36. Min. tauchte wieder einmal Greuth gefährlich vor dem SCA-Tor auf, doch der schnelle Steffen Hack konnte nicht genügend Fahrt aufnehmen, spielte ab zu Geyer, der abgedrängt wurde. Kurz darauf lenkte Hausmann einen Freistoß von Christian Hack aus spitzem Winkel gerade noch ums kurze Eck. Doch in der 41. Min. fiel das 2:1 für Adelsdorf: Tobias Nagengast schlug von halbrechts mit dem linken Fuß eine dieser Freistoßflanken, an denen Freund und Feind vorbei segeln, und plötzlich zappelte der Ball im Netz.
Es dauerte fast bis Mitte der zweiten Halbzeit, bis der TSV sich von diesem Schock erholt hatte. Zuvor konnte sich der SCA über deutlich mehr Ballbesitz freuen, ohne sich wirklich zwingende Chancen zu erarbeiten. Doch dann übernahmen die Gäste nach und nach wieder die Initiative, gewannen wieder mehr Zweikämpfe und taten alles dafür, um doch noch den Ausgleich zu erzielen. Heiko Geyer, Steffen Hack und Christian Hack scheiterten entweder am Innenpfosten oder am starken Hausmann, und auch der unermüdliche Philip Höhn hatte mit einer Bogenlampe aus vollem Lauf kein Glück, denn der SCA-Keeper spitzelte den Ball noch über die Latte. Von den Adelsdorfern kam nicht mehr viel, aber mit Glück und Geschick schaukelten sie den Vorsprung ins Ziel. Sie durften jubeln, als Max Vaupel in der Nachspielzeit aus kurzer Distanz an einem auf der Torlinie stehenden Feldspieler scheiterte und der gute Schiedsrichter Lukas Zeininger kurz darauf abpfiff. Die Greuther mussten mit leeren Händen nach Hause fahren, obwohl sie sich in einem Spiel, in dem die Vorteile hin und her wogten, durchaus einen Punkt verdient gehabt hätten.
SC Adelsdorf: Hausmann - P. Wildenauer, Glöckler, Willert, Oliveira (38. Gg. Wildenauer), Mönius, Brenner (62. Chr. Nagengast), Rösch, Leuner, T. Nagengast (70. Hörning), Götz
TSV Vestenbergsgreuth: Backert - Vaupel, Appold, Joh. Hack, Chr. Hack, Höhn, Klein, Chiarelli, Romeis (52. Roth), Geyer, St. Hack
Schiedsrichter: Lukas Zeininger (SC Obermichelbach)
Zuschauer: 200
Tore: 1:0 Leuner (3.), 1:1 Chr. Hack (5.), 2:1 T. Nagengast (41.)


